SmallLogo

ForschungsNewsletter des DZLA

Februar 2020 (1/2020)


Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,
wir freuen uns, Ihnen den ersten "ForschungsNewsletter" des Dialogzentrum Leben im Alter (DZLA) zuzusenden. Den gesamten Newsletter - bestehend aus "Neues aus dem DZLA" und dem "ForschungsNewsletter" erhalten Sie über den roten Downloadbutton in dieser Mail.

Der Newsletter besteht aus zwei Teilen:
In einem ersten Teil informieren wir Sie über Interessante Neuigkeiten aus dem Dialogzentrum. Hier finden Sie Hinweise auf neue Online-Serien auf dem Blog oder "analoge" Veranstaltungen des DZLA oder des DNQP.
Im zweiten Teil des Newsletters finden Sie das "ForschungsEditorial" des Kollegen Christian Müller-Hergl mit dem Downloadlink zum Gesamtnewsletter inkl. des Forschungsteils.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen

Osnabrück, den 10. Februar 2020,
Ihr Team des DZLA

Nils Hensel
Christian Müller-Hergl
Detlef Rüsing

Info: „(Forschungs-)Newsletter“

Das DZLA versendet etwa acht Mal im Jahr einen Newsletter an die Abonnent*innen. Einmal pro Quartal enthält der Newsletter (so wie der vorliegende) den sogenannten „ForschungsNewsletter“, in welchem der Kollege Christian Müller-Hergl jeweils 15 internationale Studien verständlich auf ihre Kernaussagen reduziert und diskutiert.
Der Newsletter des DZLA findet sich zudem zur Ansicht auf dem Blog des DZLA und kann dort abonniert werden. Da der gesamte ForschungsNewsletter zur Versendung als Mail zu umfangreich wäre, erhalten die Abonnent*innen des Newsletters mit diesem jeweils einen Downloadlink mit dem ForschungsNewsletter.

Dialogzentrum Leben im Alter (DZLA)
Hochschule Osnabrück
49076 Osnabrück
Caprivistr. 30 a

Kontakt:
Tel.: +49(0)541 969 3233
mail: dzla@hs-osnabrueck.de

DZLA online:
DZLA-Blog: https://www.dzla.de
DZLA-Facebook: https://www.facebook.com/dialogDZLA/
DZLA-Twitter: https://twitter.com/DZLA_HSO
DZLA-Youtube:https://www.youtube.com/channel/UCmizhGiwYw2WuWTPf-xfCLw
ABO ForschungsNewsletter: https://www.dzla.de/forschungsnewsletter-des-dzla/
ABO Podcast WissenstransFair: https://www.dzla.de/podcast-wissenstransfair/
facebook twitter youtube website email 

Podcast WissenstransFair Eps. 012 erschienen!

- Episode 012/2020 - Themen: Citzen Science: Das Wissen der Praxis – bedeutsam aber ohne Bedeutung? ++ Haustheater: Ein Team ist mehr als die Summe seiner Mitglieder ++ Neues aus dem DZLA & der DialogAkademie Das Dialogzentrum Leben im Alter (DZLA) gibt Ihnen die Möglichkeit, die meisten auf dem Blog geposteten Inhalte des DZLA und auch exklusive Podcast-Beiträge auch unterwegs …
Podcast DZLA Dialogzentrum Leben im Alter

Editorial (1/2020)


Liebe Leserinnen und Leser,

herzlich willkommen zum Newsletter des Dialogzentrum Leben im Alter (DZLA) an der Hochschule Osnabrück.

Dies ist der zweite ForschungsNewsletter des DZLA und die Gruppe der Abonnent*innen wächst. Ebenso anwachsend ist die Zahl derer, die unseren Blog und die damit verbundenen Social-Media-Kanäle besuchen und auf diesen über unsere Inhalte diskutieren und sich miteinander austauschen. Dafür zunächst einmal ein großes „Dankeschön“ von uns: „That is what we are here for.“

Wichtig ist es uns, zu Beginn nochmals darauf hinzuweisen, dass die von uns geplante erste DialogKonferenz des DZLA vom 26. Mai auf den 4. Novemberdieses Jahres verlegt wurde. Bitte notieren Sie sich den neuen Termin! Zu den Hintergründen finden Sie unter der Rubrik „Neues aus dem DZLA“ in diesem Newsletter und in der Februar-Ausgabe unserer Blog-Serie „Auf ein Wort“ einige Informationen.

Die bisher letzte wesentliche Neuerung im Rahmen des Transferkonzeptes des DZLA ist der überarbeitete „Podcast WissenstransFair“[1]. Wir haben damit ein Format entwickelt, welches viele der Bloginhalte des DZLA sozusagen vom „Blog ins Ohr „transFairiert“:man könnte sagen, dass dieser Podcast ein „DZLA to go“ ist. Auch diese Entwicklung wird bereits gut angenommen, was uns sehr freut. Außerdem macht die Erstellung des Podcast zwar viel Mühe aber - insbesondere mir - auch wirklich großen Spaß.

Und auch Folgendes ist wichtig: Sie können nun das DZLA auch fördern. Wie wir bereits mehrfach bemerkt haben, werden das Team und sämtliche Sachmittel des DZLA derzeit dankenswerter Weise vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)[2]getragen. Seit Kurzem können Sie nun DZL-Akteur[3]werden und uns monetär unterstützen!. Auch dazu in der Rubrik „Neues aus dem DZLA“ mehr.

Ach ja:
Und dann ist da noch unsere Arbeit an der DZL-Akademie... aber dazu mehr im nächsten Newsletter ...! Lassen Sie sich überraschen ...

Seit neun Monaten arbeiten wir nun hier an der Hochschule und unsere Arbeit nimmt nun auch nach außen sichtbar mehr und mehr Gestalt an.
Die Zugriffe auf unsere social-media-Kanäle steigen stetig und wir spüren, dass wir von der Öffentlichkeit wahrgenommen und ernst genommen werden. Und darüber freuen wir uns sehr!

Seien Sie gewiss:

Wir haben noch sehr viele Ideen und brennen darauf, diese zu verwirklichen.
Bleiben Sie uns gewogen, diskutieren Sie kritisch mit uns und Anderen und lassen Sie uns und alle Interessierten auch von Ihrem Wissen profitieren ...! Wir haben es allesamt bitter nötig ...



FÜR EINEN AUSTAUSCH AUF AUGENHÖHE
ZWISCHEN FORSCHUNG UND PRAXIS



Ihr
Detlef Rüsing

Osnabrück, am 10. Februar 2020

[1]Podcast WissenstransFair hören und abonnieren: https://www.dzla.de/podcast-wissenstransfair/
[2]DNQP: https://www.dnqp.de
[3]Spenden fürs DZLA: https://www.dzla.de/#dzlakteur

NEUES AUS DEM DZLA

In diesem Teil des Newsletters berichten wir von Neuigkeiten aus dem Dialogzentrum Leben im Alter (DZLA)

DialogKonferenz des DZLA zum Thema „Team“ wird auf den 4. November 2020 verlegt


Die erste DialogKonferenz des DZLA zum Thema „Team“ wird auf den 4. November verlegt. Hintergrund dieser Verlegung sind die vorgefundene Recherchelage und der eigene Anspruch des DZLA-Teams, eine Tagung und die Auswahl möglicher Referent*innen auf der Basis größtmöglicher inhaltlicher Expertise zu treffen. Insbesondere die Idee des „Teams als Therapeutikum“ hat sich im Laufe der Zeit immer stärker in den Fokus der Recherchen begeben. Jedoch gerade dieser spannende und enorm wichtige Aspekt ist im Felde der gerontopsychiatrischen Versorgung in Studien relativ unterbelichtet. Aus diesem Grunde arbeiten wir mit Hochdruck an einer breiten Sichtung von Erkenntnissen in diesem Bereich, welche noch Zeit beanspruchen wird. Darum haben wir uns entschieden, die DialogKonferenz in den November zu verlegen, um dann eine für alle Teilnehmer*innen spannende Tagung inhaltlich vorzubereiten und zu organisieren.



„DZLA to go!“: Podcast „WissenstransFair“ im Wandel


Im November 2019 hat das DZLA seinen Podcast „WissenstransFair“ [1]ans Netz gebracht. Mit der zweiten Episode des podcasts [2]hat das Team des DZLA das Konzept des Formates überarbeitet. Seit der zweiten Ausgabe im Januar 2020 erscheint der „Podcast WissentransFair“ jeweils am letzten Donnerstag eines Monats und beinhaltet neben der Rubrik „Nur ein Gedanke“, in welcher der Wissenstransfer selbst in den Blick genommen wird, ausgewählte Audiomitschnitte von Formaten (Z.B. Audiospuren von Serien „Lichtblicke“, „Auf die Schnelle“, „Haustheater“ usw.), die im Laufe des Monats auf dem Blog des DZLA gepostet worden sind. Auf diese Weise bildet der Podcast sozusagen ein „DZLA to go“,in dem die jeweiligen Aktivitäten des Teams für unterwegs hörbar werden. Zudem kommentiert Detlef Rüsing die Beiträge, führt bisweilen Interviews und ... und .. und ...! Lassen Sie sich überraschen.

WissenstransFair – der Podcast des DZLA:
Zu abonnieren auf dem Blog des DZLA bei „podcaster.de [3]“, „apple podcasts[4]oder „spotify[5] unter: https://www.dzla.de/podcast-wissenstransfair/

[1] Podcast WissenstransFair: https://www.dzla.de/podcast-wissenstransfair/
[2] Podcast Eps. 2: https://www.dzla.de/wissenstransfair-eps-002/
[3] Abonnement bei „podcaster.de“: https://www.podcast.de/podcast/727003
[4] Abonnement bei „apple podcast“: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wissenstransfair/id1485735934
[5] Abonnement bei „spotify“: https://open.spotify.com/show/0FskB3WhrADwRixCEX9f8f




Unterstützen Sie uns: Werden Sie DZL-Akteur


Die Arbeit des Dialogzentrums auf den social-media-Kanälen ist für Nutzer*innen vollkommen kostenfrei und soll es auch in Zukunft bleiben. Allerdings kosten die Mitarbeiter des DZLA natürlich Geld und werden derzeit vollständig vom DNQP[1] getragen.
Wir arbeiten von Beginn an inhaltlich vollkommen frei und unabhängig und sind Niemandem verpflichtet. Wir wissen das natürlich zu schätzen und gehen verantwortungsvoll damit um, denn genau diese Unabhängigkeit ist in unseren Augen notwendig und wichtig.
Damit dies aber so bleiben kann, bieten wir Ihnen an, uns finanziell zu unterstützen.
In naher Zukunft kann man Spenden online an uns adressieren. Das DZLA als Zentrum im DNQP an der Hochschule Osnabrück ist gemeinnützig und kann Ihnen die Spende entsprechend bescheinigen. Sie können sich aber schon jetzt jederzeit bei uns persönlich melden, damit wir bezüglich eines Spendenvorhabens miteinander sprechen können. Die Online-Spende wird vermutlich ab spätestens April 2020 möglich sein.
Also:
Werden Sie DZL-Akteur [2]:
Detlef Rüsing
Dialogzentrum Leben im Alter (DZLA)
Tel: +49 (0)541/969-3233
Mail: d.ruesing(at)hs-osnabrueck.de

[1] DNQP: https://www.dnqp.de
[2] Werden Sie DZL-Akteur:https://www.dzla.de/#dzlakteur



Ihr Platz im DZLA


SCHALTEN SIE SICH EIN UND POSTEN IHREN BEITRAG

Ihre Institution hat eine praxisrelevante Studie im Bereich der gerontopsychiatrischen Versorgung durchgeführt, deren Ergebnisse Sie zur Information und Diskussion auf unserem Blog verbreiten wollen? Ihre Einrichtung praktiziert ein Versorgungskonzept welches als Best-Practice Modell nach Nachahmung ruft? Sie haben als Person eine besondere Idee, die sie unter das Volk bringen wollen?
In unserer Serie „Ihr Platz …“machen wir genau das, was der Serienname verspricht: Wir verschaffen Ihnen einen Platz im „Dialogzentrum Leben im Alter (DZLA)“.

An jedem dritten Donnerstag im Monat wartet „Ihr Platz …“ auf Sie. Ob Einzelperson, Forschungsinstitution, Pflegeanbieter oder … oder ... oder ….
Einzige Voraussetzung: Sie produzieren den Beitrag – in egal welchem Format – in Absprache mit uns und wir begleiten Sie redaktionell. Das letzte Wort, ob der Beitrag veröffentlicht wird, allerdings liegt bei uns. Darum sprechen wir vor der Produktion miteinander.

SIE HABEN EINE IDEE?
Nähere Informationen: https://www.dzla.de/ihr-platz-im-dzla/
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

girl_Old_woman_combined

Editorial - ForschungsNewsletter


Mit unserem ForschungsNewsletter wollen wir Ihnen regelmäßig alle 3 Monate eine Auswahl von 15 Studien aus dem Forschungsfeld Gerontopsychiatrie vorstellen. Dies ist ein weites Feld mit einer sehr breiten Palette von Themen. Wir hoffen mit der einen oder anderen Auswahl Ihr Interesse getroffen zu haben. Falls nicht, geben Sie uns einen Hinweis, was Sie interessiert. Gerne gehen wir dem nach.
An dieser Stelle möchten wir Sie darauf hinweisen, dass sowohl Auswahl als auch Zusammenfassung der einzelnen Studien subjektiv sind und nicht das Lesen der Originalstudien ersetzen. Zu diesem Zweck sind jeweils die Originalquellen verzeichnet.

Ihr Team des DZLA



Zunächst eine kurze Übersicht zu den vorgestellten Studien:

Psychotherapie ist auch für Menschen, die im Heim leben, wichtig und wirksam. Sie können lernen, sich auf ihre Ressourcen und Optionen zu konzentrieren und mit der oft belastenden Vergangenheit ihren Frieden zu schließen bzw. diese auszublenden. In vereinfachter Form profitieren auch Menschen mit Demenz von der Psychotherapie (bis etwa MMSE 15). (1)

Menschen mit Demenz leiden häufiger unter deliranten Zuständen, die oft mangels fehlender Wachheit nicht als delirant erkannt werden. Die Kombination zweier einfacher Verfahren für Wachheit und Aufmerksamkeit erhöht die Trefferquote erheblich. Da nicht oder zu spät erkannte Delirien u.U. sehr nachteilige Folgen für die Patienten haben, ist eine schnelle und sichere Diagnosestellung hoch bedeutsam. (2)

Beständiges Laufen von Menschen mit Demenz wird kontrovers diskutiert. Welche Bedeutung aber schreiben Menschen mit Demenz und Angehörige dem Umherlaufen bzw. Spazierengehen zu? Für beide Seiten scheint das Verhalten eine stabilisierende, sozial entlastende Funktion zu haben. Deutlich häufiger als gedacht erweist sich das Verhalten als bewusst und gesteuert. (3)

Exzessives Umhergehen kann aber auch zur Quälerei werden und mit erheblichen Gefahren einhergehen. Welche nicht-pharmakologischen Möglichkeiten stehen denn offen? Erfreuliche Aktivitäten mit einer starken sozialen Komponente bieten am ehesten die Chance, exzessives Umherwandern zu unterbinden. (4)

Psychosoziale Interventionen und deren Effekte lassen sich nicht immer einfach beforschen. Sie weisen häufiger eine positive Wirkung auf, wenn sie mit Bewegung, sensorischer und kognitiver Anregung sowie mit sozialen Erfahrungen einhergehen. Ihre Wirksamkeit hängt nicht zuletzt davon ab, wie qualifiziert die Pflegenden /Betreuenden sind und wie hochwertig sie Angebote gestalten können. Vermutlich ist die soziale Komponente für die positiven Effekte hauptverantwortlich. (5)

Schmerzen führen zu Einschränkungen in den täglichen Aktivitäten und schränken den Bewegungs- und Freiheitsraum ein. Eben mit diesen Folgen nimmt die Anzahl und schwere depressiver Symptome zu. Schmerzen führen also nur dann zur Depressivität bzw. verschlimmern diese, wenn sie unzureichend behandelt werden. (6)

Einsam zu sein und in einem gebrechlichen Körper zu leben stellt eine erhebliche seelische Belastung dar und gilt als eine mögliche Ursache für Depressionen in der Hochaltrigkeit. Die Patienten beschreiben Gefühle, die an Dissoziationen erinnern: abgespalten vom Leben, allem von außen zuschauen, die anderen wie durch einen Schleier erleben. Auch die üblichen Aktivierungen durchbrechen dieses Gefühl nicht. Gewünscht werden authentische, überraschende Erfahrungen – etwas Neues! (7)

Personen mit Angsterkrankungen und/oder Depressionen im Alter sind entweder geringfügig betroffen mit einer über die Zeit klar erkennbaren Besserungstendenz oder aber schwer betroffen mit einer über die Zeit erkennbaren Verschlimmerungstendenz. (Niedrig- und Hochgruppe) Schwer (nicht unbedingt häufig) sind Männer betroffen, die sich in Bezug auf Exekutivfunktionen und Aufmerksamkeit als auffällig eingeschränkt erweisen. Frauen und Männer zeigen insgesamt unterschiedliche Risikoprofile auf. Empfohlen wird die Arbeit an der Aufmerksamkeit: dies hilft, das Grübeln zu unterbinden und mehr Affektkontrolle zu erzielen. (8)

Ängste, Schlafstörungen und Depressivität ergeben einen kombinierten, ‚additiven‘ Effekt. Dieser Effekt erhöht insgesamt die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken. Alle drei gelten nicht nur oder nicht primär als frühes Demenzsymptom, sondern als eigenständige, psychiatrische Belastungsfaktoren. Die Autoren legen nahe, Depressionen und Schlafstörungen nachhaltig und frühzeitig zu behandeln. (9)

Männer mit Hörschwäche sind 2,6-mal höher als Vergleichsgruppen gefährdet, im Alter an einer Psychose zu leiden. Verschiedene Theorien bringen den Hörverlust in Verbindung mit dem Verlust der Fähigkeit, Gedanken, Gefühle und Absichten anderer mühelos zu erschließen (Theory of Mind=TOM) oder auch mit dem Umstand, die ‚innere Stimme‘ zunehmend als akustische Erfahrung ‚von außen‘ wahrzunehmen. (10)

Viele Interventionsstudien haben die Bedeutung der Arbeit mit Hunden für psychisch kranke Menschen erwiesen. In dieser Arbeit kommt es vermehrt zu Berührungen, Fellkontakten und auch Bewegungen: die Emotionen fließen freier. Der Hund dient als gemeinsamer Bezugspunkt und erleichtert eine gemeinsame Interaktion und Kommunikation. Der eigene Stress wird für eine Zeitlang ausgeblendet und die Klienten gewinnen an Gelassenheit, Ruhe und Freude. (11)

Es ist bekannt, dass Stürze nicht nur körperliche, sondern auch psychische und seelische Folgen zeitigen. Nicht umsonst ist die häufigste Angst im Alter die Sturzangst. Mit dem Stutz fällt symbolisch der aufrechte Gang und das Erwachsensein ‚zu Boden‘. Depressive Symptome folgen dem Sturz oft auf dem Fuße besonders dann, wenn durch den Sturz weitere Aktivitäten des täglichen Lebens tangiert sind. (12)

Töchter nehmen am häufigsten die Pflege der Eltern wahr. In der Regel besteht die Meinung: gute Beziehung in der Kindheit = gute Pflegesituation. Die Studie kommt zu einem differenzierteren Ergebnis: das gute Bewältigen der Pflege (‚mastery‘) bedeutet nicht, dass man die Pflegesituation positiv beurteilt und umgekehrt: beurteilt man die Pflegesituation als gut und unbelastet bedeutet dies nicht, dass man mit den praktischen Anforderungen der Pflege gut zurechtkommt. Es ist kompliziert! (13)

Eine für Menschen mit Demenz spezifisch gestaltete Umgebung im Krankenhaus erleichtert den Pflegenden, die Patienten kennenzulernen, zu beobachten und Kontakt aufzunehmen. Die Patienten werden vergleichsweise weniger agitiert wahrgenommen. Mehrheitlich sind die Pflegenden der Auffassung, in Gegenwart der Patienten deren Verhalten und Befinden zeitnaher, genauer dokumentieren zu können. (14)

Apathie stellt das häufigste neuropsychiatrische Symptom für viele psychiatrische Erkrankungen dar, besonders in der Demenz und der Depression (vaskulärer Formenkreis). Besonders erfolgreich sind stimulationsorientierte Programme und Angebote im 1:1 Format. (15)

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr
Christian Müller-Hergl
facebook twitter youtube website email 
MailPoet