Bedeutung der Referenzeinrichtungen

– Post aus dem DNQP –

Was steckt hinter dem DNQP-Netzwerk?

Das DNQP hat an der Hochschule Osnabrück ein Netzwerk aufgebaut, um die professionell gesteuerte Pflegeentwicklung in Deutschland voranzutreiben. Dazu arbeiten das wissenschaftliche Team und die wissenschaftliche Leitung des DNQP innerhalb des Netzwerkes mit den unterschiedlichsten Organisationsformen zusammen. Ein Teil des Netzwerkes bildet der DNQP-Lenkungsausschuss, der hauptsächlich Einfluss auf die inhaltliche Steuerung der Netzwerkarbeit nimmt. Auch die Expertenarbeitsgruppen für die Entwicklung und Aktualisierung der Expertenstandards sowie Einrichtungen aus der Pflegepraxis und –bildung für die modellhafte Implementierung von Expertenstandards können wir zu unserem Netzwerk zählen.

Der Deutsche Pflegerat als Kooperationspartner für den Bereich der Qualitätsmethodik und Berufspolitik sowie natürlich die interessierte Fachöffentlichkeit der Berufsgruppe bilden außerdem einen Teil dieses Netzwerkes. Mit diesen unterschiedlichen Organisationsformen kann die Vernetzung von Wissen aus der Pflegepraxis und –wissenschaft ermöglicht werden. Die Idee dahinter ist es, durch die unterschiedlichen Akteure der Pflege einen aktiven Austausch zu ermöglichen und somit Synergien zu schaffen. Diese Synergien sollen die dauerhafte Entwicklung der Arbeit des DNQP vorantreiben.

Warum Referenzeinrichtungen?

Für die beschriebene Vernetzung von zahlreichen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen hat das DNQP auch Referenz-Institutionen einbezogen. Die sogenannten Referenzeinrichtungen sind ebenfalls Teil des DNQP-Netzwerkes. Dies sind Einrichtungen die für eine erfolgreiche Anwendung und Arbeit mit den Expertenstandards stehen.

Als Teil des Netzwerkes besteht die Funktion solcher Einrichtungen darin, die Vernetzung als Quelle von Informationen zu nutzen. Durch die entstehende Praxisnähe können die Referenzeinrichtungen zum einen aktiv an der Weiterentwicklung der DNQP Arbeit mitwirken, z.B. im Rahmen von Befragungen, Einschätzungen oder systematischen Datensammlungen. Zum anderen spielen da bei aber auch der Dialog und die Unterstützung von interessierten Einrichtungen mit einem pflegerischen Setting eine große Rolle. Dies kann durch den direkten Kontakt zu den Referenzeinrichtungen oder durch beispielhafte Veröffentlichungen erfolgen. Ein kontinuierlicher Ansprechpartner bzw. eine kontinuierliche Ansprechpartnerin der Referenzeinrichtungen ermöglicht einen solch aktiven Austausch.

Um die Einrichtungen zu ermutigen, von ihren Vorgehensweisen, Erfahrungen und auch Herausforderungen zu berichten wurde ein Konzept zur Identifikation entwickelt. Das Ziel des Referenzkonzepts ist es, Einrichtungen oder einzelne Abteilungen zu identifizieren, die über besondere Erfahrungen in der Implementierung und Anwendung von Expertenstandards verfügen. Aber auch eigens entwickelte Strategien, die die interne pflegerische Qualitätsentwicklung unterstützen, interessieren uns dabei sehr. Die Erfahrungen und Herausforderungen mit den unterschiedlichen Expertenstandards, das Vorgehen bei der Messung der eigenen Pflegequalität oder auch die eigens entwickelten Methoden für eine nachhaltige Anwendung von Expertenstandards stehe dabei im Mittelpunkt.

Die bestehende Expertise aus der direkten Pflegepraxis bildet damit einen wichtigen Baustein für den aktiven Austausch innerhalb des Netzwerkes und der angestrebten professionellen Pflegeentwicklung.

Das aktualisierte Referenzkonzept wird Ende Oktober 2020 auf der Homepage des DNQP zu finden sein.

Wenn sie eine Frage an uns haben: Dann senden Sie uns entweder eine Mail oder nutzen Sie die Kommentarfunktionen unter den einzelnen Posts. Wir werden Ihre Frage aufgreifen, versprochen.

Dalien Stomberg

d.stomberg@hs-osnabrueck.de

www.dnqp.de

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