1. DialogKonferenz

„Das Team als Therapeutikum“

Am 4. November 2020 laden wir Sie herzlich zur 1. DialogKonferenz des Dialogzentrums Leben im Alter (DZLA) an der Hochschule Osnabrück ein. Falls die Tagung nicht – wegen erneuter Corona-Hygienemaßnahmen – als Präsenzkonferenz stattfinden kann, werden wir sie als Online-Konferenz durchführen! Ihre verbindliche Anmeldung ist sowohl für die Präsenz- als auch ersatzweise für die Online-Version der Tagung gültig! Wir werden Sie über den Stand der Dinge fortlaufend über unseren Blog und unseren Dialogakademie-Newsletter auf dem Laufenden halten.

Bislang gehen wir aber davon aus (Stand Juni 2020), daß wir die Veranstaltung als Präsenzveranstaltung mit ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern realisieren können.


Für die Veranstaltung (Präsenz oder online) erheben wir einen Unkostenbeitrag von 100 €. Getränke und ein Mittagsimbiss sind inklusive. Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten in Osnabrück erhalten Sie mit Ihrer Anmeldebestätigung.

Es gibt neben der kostenpflichtigen Teilnahme ein Kontingent an kostenfreien Eintrittskarten für Arbeitssuchende, Studenten oder Sozialhilfeempfänger*Innen. Teilen Sie uns dies im Rahmen Ihrer Anmeldung mit. Die Vergabe des begrenzten Kontingentes erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen.



Tagungsprogramm

 
UhrzeitTitelReferent*in
09.00-9.45 UhrAnmeldung & Stehkaffee 
9.45-10.00 UhrGrußwortProf. Dr. Dr. A. Büscher
10.00-10.30 UhrEinführung in den TagD. Rüsing
10.30-11.15 UhrDas Team als wesentlicher Faktor für Arbeits- und LebensqualitätC. Müller-Hergl
11.15-12.00 UhrDas Team – Wirkungen und Nebenwirkungen U. Kappel
12.00-12.45 Uhr„Ich könnte das nicht!“ – Schafft „Dirty Work“ Zusammenhalt?D. Rüsing
12.45-14.00 UhrMittagspause 
14.00-14.45 UhrDas Team im Wandel: Von der Burnout-Gefährdung zur SelbststeuerungProf. Dr. J. Fengler
14.45-15.30 Uhr„Das hab‘ ich noch nie so gesehen…“ – Haltungsreflexion im Pflegeteam im Umgang mit Menschen mit DemenzProf.in Dr. S. Bensch
15.30-16.00 UhrPause 
16.00-16.45 UhrTeamarbeit in der Praxis: DiskussionsformatN.N.
16.45-17.00 UhrVerabschiedung & AusblickN. Hensel; C. Müller-Hergl; D. Rüsing


Referent*Innen & Abstracts

in Vortragsreihenfolge

Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Büscher: Grußwort

Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Büscher: Professor für Pflegewissenschaft –
Wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)


Christian Müller-Hergl Vortrag: Das Team als wesentlicher Faktor für Arbeits- und Lebensqualität

Pflegearbeit mit psychisch kranken Menschen ist Beziehungsarbeit. Diese geschieht in einem Umfeld, das wiederum von Beziehungen geprägt ist – das Team. Beide Beziehungsfelder kann man sich wie ineinandergreifende Kreise vorstellen. Um diese Kerndynamik herum kreisen die Organisation, die Angehörigen und letztendlich das gesellschaftliche Umfeld. 

Inhalte: Besonderheiten des gerontopsychiatrischen Teams, Führung im Arbeitsfeld gerontopsychiatrischer Pflege, das gemeinsame Lernen und Wachsen am Fall, Wissenskreation und lokales Kompetenzprofil. 

Christian Müller-Hergl (RN,Dipl. Theol, BPhil): Mitbegründer des Dialogzentrum Leben im Alter (DZLA) an der Hochschule Osnabrück, Examinierter Altenpfleger, Supervisor, DCM-Trainer, wiss. Mitarbeiter an der Hochschule Osnabrück, wiss. Mitarbeiter an der Universität Witten/Herdecke, Mitautor der Rahmenempfehlungen für den Umgang mit herausforderndem Verhalten sowie des Expertenstandards Demenz.


Ulrike Kappel Vortrag: Das Team als wesentlicher Faktor für Arbeits- und Lebensqualität

Die Arbeit des Teams spielt in der Behandlung psychisch Kranker eine große Rolle. Das Team gibt Vertrauen und Sicherheit, was für die PatientenInnen neben der medikamentösen Behandlung wichtige Elemente sind, die zur Genesung beitragen. Unterschiedliche Krankheitsbilder benötigen unterschiedliche, oft sehr individuelle Behandlungsansätze, was vom Team eine hohe Flexibilität und ständiges Überprüfen des eigenen Handelns erfordert. Wie kann ein Team diese Herausforderungen bewältigen? Welche Einflußfaktoren begünstigen oder erschweren das Handeln des Teams? 

Ulrike Kappel (RN): Krankenschwester mit Suchttherapeutischer Zusatzausbildung in einer psychiatrischen Klinik, seit 16 Jahren Leitung einer Akutaufnahmestation der Suchtmedizin, Arbeit mit Teams (Krisenbegleitung und Kollegiale Hilfe nach 
Patientenübergriffen), seit 20 Jahren als Supervisorin (DGsV) tätig 


Detlef Rüsing Vortrag: „Ich könnte das nicht!“ – „Dirty Work“ & Pflege

Zusammenfassung folgt …

Detlef Rüsing (RN, MScN): examinierter Altenpfleger, DCM-Trainer, Pflegewissenschaftler, Publizist – Mitbegründer des Dialogzentrum Leben im Alter (DZLA) an der Hochschule Osnabrück, Herausgeber und Chefredakteur der Fachzeitschrift „pflegen: Demenz“, Mitautor der Rahmenempfehlungen für den Umgang mit herausforderndem Verhalten


Prof. Dr. Jörg Fengler – Vortrag: Das Team im Wandel: Von der Burnout-Gefährdung zur Selbststeuerung

„Das eigene Team kann sich für Mitarbeiter*innen wie auch Vorgesetzte zu einem der schlimmsten Stressoren entwickeln. Aber es weist auch viele Ressourcen auf, die es zu entdecken, zu entwickeln und zu bewahren gilt. Wenn dies gelingt, so wird das Team zum wichtigsten Wirkfaktor der Burnout Prävention im Sinne der Salutogenese. Das Team fördert dann das Selbstverständnis, die Eigenwirksamkeit und Sinnbindung der eigene Teammitglieder.

Prof. Dr. Jörg Fengler (em. Professor der Psychologie der Universität zu Köln): 35 Jahre Professor für klinische und pädagogische Psychologie an der Universität zu Köln, psychologischer Psychotherapeut, Supervisor und Coach, Buchpublikationen auf den Gebieten: Evaluation von Gruppenprozessen, Feedback geben und nehmen, Methodik der psychosozialen Intervention, Suchtprävention, Heilpädagogische Psychologie, Burnout Prävention. Prof. Fengler ist weiterhin in Wissenschaft und Praxis tätig und arbeitet an einem Interventionsmodell. 

Fengler-Institut für Angewandte Psychologie; Peter-Kütter-Weg 1, 51061 Köln  http://fengler-institut.de/


Prof.in Dr. Sandra Bensch – Vortrag: „Das hab‘ ich noch nie so gesehen…“ – Haltungsreflexion im Pflegeteam im Umgang mit Menschen mit Demenz

Welt- und Denkmodelle prägen Handeln, Einstellungen und Haltungen von Menschen, die pflegerisch mit Menschen mit Demenz arbeiten. Gleichzeitig wird pflegeprofessionelles Handeln von Team-, Organisations- und Systemcharakteristika geprägt. Die Reflexion beruflichen Alltagshandelns bedarf neben dem Blick auf sich selbst, einen Blick auf das Gegenüber – hier im Besonderen auf die Menschen mit Demenz. Welche Zugänge haben Pflegende zu Menschen mit Demenz und wie deuten sie deren Verhaltensweisen? Inwieweit wird Pflegenden bewusst, dass sich durch beobachtbare Verhaltensweisen ein Fenster zum Denken, Fühlen und Erleben der Menschen mit Demenz öffnet; inwieweit tauchen sie in die Welt(en ) der Anderen ein und verstehen Verhalten als Antworten auf Themen aus der Umwelt?Begleitungen im unmittelbaren Pflegefeld erleichtern Pflegeteams die Reflexion von besonderen und immer wiederkehrenden Interaktionen mit Menschen mit Demenz. Diese (möglichst fortlaufenden) Auseinandersetzung ermöglichen Reflexion, Revision und Erweiterung von Haltungen und Handlungen Pflegender gegenüber Menschen mit Demenz unter kritischer Analyse organisationsbezogener Variablen und systemimmanenter Widersprüche. Optimalerweise sind die Strategien ins Konstrukt des Advanced Nursing Practice eingebunden, sodass Begleitungen der Pflegeteams bestenfalls durch Geriatric Nurse Practicioner stattfinden.

Prof.in Dr. Sandra Bensch (Dr. rer. cur.): Professur für Pflegepraxis und PflegedidaktikFachbereich Gesundheit und Pflege | Faculty of Healthcare and NursingKatholische Hochschule Mainz | Catholic University of Applied Sciences


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