Die Nationale Demenzstrategie

– im Gespräch mit Sabine Jansen –

GROSSER WURF ODER DOCH NUR EIN KLEINER, DER GROSS WERDEN KÖNNTE …? 

D. Rüsing im Gespräch mit Sabine Jansen (2020)

Am 1. Juli 2020 hat unser Kabinett die Nationale Demenzstrategie beschlossen. Initiiert vom Gesundheits- und vom Familienministerium des Bundes erarbeitete eine  nationale, multidisziplinäre Expertengruppe seit der Auftaktveranstaltung am 21. Januar 2019 ein 130-seitiges Papier, in dem in vier Handlungsfeldern 27 Ziele und 162 Maßnahmen (!) für Deutschland mit entsprechenden Zuständigkeiten vereinbart wurden.

Den Co-Vorsitz neben den genannten Ministerien hatte bei der Entwicklung die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz mit Sitz in Berlin. Genau aus diesem Grunde haben wir ein intensives und kritisches 50-minütiges Gespräch mit Sabine Jansen, Geschäftsführerin der Dt. Alzheimer Gesellschaft, geführt und ihr Fragen zum Prozess der Entwicklung der Strategie, zu Inhalten, zu den Akteuren und natürlich zur praktischen Umsetzung der Strategie gestellt.

Sabine Jansen im Gespräch mit Detlef Rüsing (DZLA)

Das ungeschnittene Video-Interview finden Sie natürlich zum Nachhören ebenso ungeschnitten in der Episode 8 unseres Podcast WissenstransFair ab dem 30 Juli 2020.

Zur Information

Cochrane-Review (Blogbeitrag) zur Videotelefonie: https://wissenwaswirkt.org/videoanrufe-gegen-einsamkeit-und-soziale-isolation

Cochrane Review: https://www.cochrane.org/de/CD013632/PUBHLTH_videoanrufe-zur-verringerung-sozialer-isolation-und-einsamkeit-bei-alteren-menschen

Offizielle Seite der Nationalen Demenzstrategie: www.nationale-demenzstrategie.de

Direkt-Download der Strategie:  https://www.nationale-demenzstrategie.de/fileadmin/nds/pdf/2020-07-01_Nationale_Demenzsstrategie.pdf



2 Antworten

  1. Norbert Zimmering sagt:

    Habe mir soeben das Interview angesehen bzw. angehört und bin dankbar, dass die Nationale Demenzstrategie kritisch hinterfragt worden ist. In zurückliegenden Koalitionsverträgen gibt es immer wieder Absichtserklärungen der Politik, dementiell veränderte Menschen stärker in den Blick zu nehmen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern und damit sicherzustellen. Wie Herr Rüsing zutreffend darauf hinwies, heisst es oft: „es soll darauf hingewirkt werden“ (oder ähnliche Formulierungen). Auch mir fehlt die Verbindlichkeit, nachhaltig die Situation aller Betroffenen zu verbessern. So hat sich nach meinen Recherchen in der Coronakrise gezeigt, wie unzulänglich die personelle Ausstattung ist, wenn in Zeiten der Kontaktbeschränkungen die wenigen Mitarbeiter zusätzlich verloren gegangene Zuwendung ersetzen müssen.

  2. Detlef Rüsing sagt:

    Es ist Zeit, dass sich etwas verändert … Was halten Sie von der „Nationalen Demenzstrategie“? Was sagen Sir zur Finanzierung? Ist in Ihren Augen alles berücksichtigt? Vermissen Sie Ergo-Physio- und Logopädie? Und was ist eigentlich mit der Digitalisierung im Rahmen der Demenzstrategie? Und damit meine ich nicht (nur) Roboter … Fragen über Fragen. Lesen Sie sich die Strategie durch und lassen Sie uns diskutieren …
    D. Rüsing

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