The Father Filmkritik

-Auf die Schnelle-

Der Kino-Film „The Father“ feiert weltweit und auch im deutschsprachigen Raum Erfolge. Für sechs Oscars wurde das Filmdebüt des französischen Autors Florian Zeller nominiert. Der Hauptdarsteller Anthony Hopkins gewann fast 30 Jahre nach seiner Nominierung für das »Das Schweigen der Lämmer« einen Oscar als bester Schauspieler. Ausgezeichnet wurde seine Darstellung eines Demenzkranken – ebenfalls mit Namen Anthony – der Schritt für Schritt die Kontrolle über sein Leben verliert. Christian Müller-Hergl mit kritischen Gedanken zum Film.

Quellen

https://tobis.de/film/the-father (Filmverleih)

https://www.imdb.com/title/tt10272386/ in der Internet Movie Database (imdb)


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2 Antworten

  1. Karin Kircher sagt:

    Ich bin begeistert, sie sprechen mir aus der Seele!
    Es ist immer sehr schwierig gegen die „Begeisterung“ vieler Menschen zu argumentieren.
    Ich danke Ihnen für die Unterstützung!

  2. Heike Jurgschat-Geer sagt:

    Es tut mir leid, aber ich habe den Film vollkommen anders wahrgenommen. Aus meiner Sicht zeigt er diverse Situationen, die pflegende Angehörige erleben und überfordert. – Ja klar, vielleicht verdichtet. Die entscheidende Botschaft des Films aus meiner Sicht ist: zu verstehen, dass Realität subjektiv konstruiert ist und es nicht die eine Realität gibt. Ich persönlich finde, das es dem Film sehr gut gelungen ist, verschiedene Realitäten so darzustellen, dass am Ende kein Zuschauer mehr sicher sagen konnte, was richtig und falsch ist, was also gesunde Wahrnehmung und Wahrnehmungsverzerrung ist und damit auch die Asymmetrie in der Beziehung hinfällig wird und eine verstehende Begegnung möglich wird.
    Ich fand den Film in keiner Form wertend und habe schon zahlreiche Menschen mit Demenz kennengelernt, die genau diese Dichte an Verhalten gezeigt haben. Die dargestellten Verunsicherungen treten auch nicht nur bei Menschen mit Demenz auf wie die Pandemie eindrücklich gezeigt hat. Aus meiner Sicht ist der Film ein Plädoyer dafür, die Perspektiven und Wahrnehmungen meines Gegenübers verstehen zu wollen – ohne ideologische oder pädagogische Intention!

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